E-Rechnungspflicht in Italien: SdI und FatturaPA
Italien ist EU-Vorreiter: verpflichtende B2B-E-Rechnung ueber das zentrale Clearing-System SdI seit 2019. Format FatturaPA (XML, EN-16931-orientiert).
| Verpflichtende B2B- und B2C-E-Rechnung | seit 1. Januar 2019 |
|---|---|
| Modell | Zentrales Clearing ueber das Sistema di Interscambio (SdI) |
| Format | FatturaPA (XML, an EN 16931 angelehnt) |
| Betreiber | Agenzia delle Entrate (Finanzverwaltung) |
Italien war das erste EU-Land mit verpflichtender B2B-E-Rechnung im Clearing-Modell. Seit dem 1. Januar 2019 müssen alle in Italien umsatzsteuerlich registrierten Unternehmen inländische B2B- und B2C-Rechnungen elektronisch über das Sistema di Interscambio (SdI) ausstellen.
Clearing ueber das SdI
Jede Rechnung durchläuft die zentrale Plattform SdI der Agenzia delle Entrate und wird erst nach deren Validierung rechtswirksam an den Empfänger zugestellt. Damit ist das SdI ein echtes Clearing-Modell (Continuous Transaction Controls) — anders als in Deutschland oder Frankreich, wo Rechnungen direkt zwischen den Parteien ausgetauscht werden.
Format FatturaPA
Das nationale Format ist FatturaPA, ein XML-Format, das am europäischen Datenmodell EN 16931 ausgerichtet ist. Ursprünglich 2014 für B2G eingeführt, wurde es 2019 auf B2B und B2C ausgeweitet. Bis 2035 muss Italien sein System an die ViDA-Vorgaben angleichen.
Wie invowerk hilft
invowerk prüft die EN-16931-konformen Felder einer Rechnung und erklärt Fehlercodes in Klartext (siehe /codes). Für den italienischen Datenaustausch bleibt das SdI der verbindliche Kanal; die inhaltliche Format- und Feldprüfung gegen EN 16931 sowie die Konvertierung zwischen UBL und CII übernimmt die API vorgelagert.